Bad Segeberg/ Rendsburg. Der Landesverband der Amateurtheater Schleswig-Holstein e.V. ist wieder mit einem Stand auf dem Schleswig-Holstein-Tag in Rendsburg vertreten und zeigt - gerade in Zeiten von Fördergeldkürzungen - wie wichtig die Arbeit des Landesverbandes und seiner angeschlossenen Bühnen im Bereich der Kultur, der Jugend- und Erwachsenenbildung ist. Für Freunde des Theaters und für die, die es werden wollen, gibt der Verband am Stand GB 13 in der „Gelben Meile“ Auskunft über die Arbeit des Verbandes, seiner Mitgliedsbühnen und Infos rund um das Theatergeschehen. Kleine Besucher können sich schminken lassen und als Prinzessin oder Hexe weiter über die Kulturmeile schlendern. Besonders im Bereich der Jugendarbeit und für den Erhalt der plattdeutschen Sprache engagieren sich ehrenamtlich arbeitende Verbandsmitglieder. So wird auch das vielfältige Kurs- und Weiterbildungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vorgestellt. Viele der Kurse gehören auch zum Fortbildungsprogramm des Bundes deutscher Amateurtheater (BDAT) und der Teilnehmer kann so Kompetenzen in Bereichen wie Schauspiel, Spielleiter und Theaterpädagoge erlangen. Die Referenten der angebotenen Kurse haben eine hervorragende Qualifikation. Beruflich sind sie Dozenten an Theatern und Hochschulen oder sind selbst an Theaterhäusern tätig. Unsere Teilnehmer profitieren von dem Wissen unserer Referenten. Wertvolle Erkenntnisse für die Arbeit an ihren Bühnen können sie als Multiplikatoren weitergeben. Der vorgesehene Sparkurs der Landes- und Bundesregierung wird die Arbeit des Verbandes allerdings erheblich erschweren, denn viele Kurse können in Zukunft dann vielleicht nicht mehr in der Qualität oder in dem Umfang angeboten werden. Die hochkarätigen Referenten geben den Teilnehmern wichtige Hinweise zum Schauspiel, zum Bühnenbild, zur Schminktechnik und auch viele gute Ratschläge im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Präsident des Landesverbandes, Carsten Rüscher teilt mit, dass mit der Rotstiftpolitik in Schleswig-Holstein dieses ehrenamtlich betriebene Weiterbildungsprogramm vor dem Aus steht. Als Vertreter von 115 Bühnen im Landesverband (davon spielt gut die Hälfte niederdeutsche Theaterstücke) stellt Rüscher verbittert fest, dass die Mittelkürzungen gerade im Bereich der niederdeutschen Sprache ein großes Loch hinterlassen. Wir sind sehr bestürzt, dass diese Gelder im Rahmen von kultureller Jugendarbeit gestrichen wurden. Das widerspricht allen Aussagen der Politik“. Wie wichtig die Arbeit ist, darauf möchte der Landesverband auch gerade auf diesem Schleswig-Holstein-Tag hinweisen.